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SEO im Zeitalter der KI: Wie Sichtbarkeit heute wirklich entsteht

SEO
Robert Reiz Robert Reiz | January 14, 2026 | 13:40 UTC
In der Google-Suche zählt künftig nicht nur das Ranking, sondern die Auswahl als KI-Quelle. Neben klassischem SEO gewinnen strukturierte Inhalte und sichtbare Expertise (EEAT) an Bedeutung, damit sowohl Nutzer als auch KI Informationen optimal erfassen.

Mit AI Overviews und generativen Antworten verschiebt sich die Sichtbarkeit in Google: Nicht nur Rankings zählen, sondern ob Ihre Inhalte als Quelle ausgewählt und zitiert werden. Klassisches SEO bleibt die Basis – aber Gewinner sind Websites, die Themen sauber strukturieren, EEAT sichtbar machen und Inhalte so aufbereiten, dass Nutzer und KI sie schnell verstehen.

SEO Optimierung im Zeitalter von KI
SEO Optimierung im Zeitalter von KI


1. Google ist nicht nur Suchmaschine – sondern (immer öfter) Antwortmaschine

Google liefert bei vielen Informationsanfragen direkt eine zusammengefasste Antwort (AI Overviews). Das ändert die Spielregeln:

  • Weniger Klicks bei einfachen Fragen (weil die Antwort schon in der SERP steht)
  • Mehr Wert fĂĽr Inhalte, die als Quelle dienen (Zitation/Erwähnung)
  • Höhere Anforderungen an Klarheit, Struktur und Vertrauenssignale

Wichtig: Das trifft nicht jede Query gleich. Aber der Trend ist klar: Sichtbarkeit entsteht zunehmend auch ohne klassischen Klick.

2. Was sich wirklich geändert hat – und was nicht

Was neu ist

  • „Answer first“: Google beantwortet mehr Anfragen direkt.
  • Google zieht konkrete Passagen als Quellen heran.
  • Sichtbarkeit entsteht als Erwähnung/Zitat (nicht nur via Ranking + Klick).

Was gleich bleibt (und sogar wichtiger wird)

  • Technik: Indexierung, Performance, Mobile, saubere Informationsarchitektur.
  • Suchintention: Inhalt muss das Problem wirklich lösen
  • Tiefe: Kontext statt dĂĽnner Texte
  • Vertrauen: klare Absender, Expertise, Aktualität

Merksatz: KI ersetzt SEO nicht – sie erhöht die Qualitätsmesslatte.

3. GEO kurz erklärt: SEO reicht nicht mehr bis zur Quelle

Wir nutzen dafĂĽr den Begriff GEO (Generative Engine Optimization): SEO optimiert primär fĂĽr Rankings & organischen Traffic. GEO optimiert zusätzlich dafĂĽr, in generativen Systemen (z. B. AI Overviews) als zitierfähige Quelle ausgewählt zu werden. 

GEO ist kein Ersatz, sondern eine Erweiterung von SEO: Content, Struktur, Entitäten/Begriffe, EEAT und technische Sauberkeit greifen enger ineinander.

4. Was KI-gestĂĽtzte Suche wirklich bewertet (praxisnah)

4.1 Suchintention schlägt Keyword-Dichte
Beispiel:

  • „TYPO3 Update“ → Informationsbedarf: Risiken, Ablauf, Aufwand, Checkliste
  • „TYPO3 Agentur Mannheim“ → Entscheidungsbedarf: Referenzen, Vorgehen, Vertrauen, Kontakt

Gleiche Technologie – komplett andere Erwartung. Wer die Intention verfehlt, verliert unabhängig vom Keyword.

4.2 Kontext & Themencluster schlagen Einzelartikel
KI bevorzugt Inhalte, die ein Thema ganzheitlich abdecken. Ein isolierter Blogartikel ohne Anbindung wirkt wie „Einzelwissen“. Gewinner sind Websites mit erkennbaren Themenclustern (Hub + Unterseiten + starke interne Verlinkung).

4.3 Struktur schlägt Textmenge
KI „liest“ strukturiert. Bevorzugt werden:

  • klare H2/H3-Logik
  • kurze Absätze
  • Listen, Tabellen
  • FAQs (wo sinnvoll)
  • Definitionen & direkte Antworten am Anfang

Unstrukturierte Textwüsten verlieren – egal wie lang sie sind.

5. Das ADVA-Framework: Zitierfähigkeit in 5 Bausteinen

Wenn AI Overviews Quellen auswählen, passiert das nicht zufällig. In Projekten arbeiten wir mit einem einfachen Raster: 

  1. Direktantwort (2–3 Sätze ganz oben) 
  2. Begriffs-Klarheit (Definition + Abgrenzung + fĂĽr wen relevant) 
  3. Belegbarkeit (Schritte, Kriterien, Beispiele, Daten/Quellen) 
  4. Vertrauen (Autor, Erfahrung, Aktualität, Kontakt/Unternehmen) 
  5. Verlinkte Tiefe (interne Links ins Cluster + passende externe Quellen) 

 Wenn einer dieser Bausteine fehlt, wird Inhalt oft „lesbar“, aber nicht „zitierbar“.

6. Beispiel (Vorher/Nachher): so wird ein Absatz zitierfähig

Vorher (typisch):
„Ein TYPO3 Update ist wichtig, um sicher und modern zu bleiben.“

 Nachher (zitierfähig)
„Ein TYPO3 Update ist die Aktualisierung von Core und Extensions auf eine unterstĂĽtzte Version, um SicherheitslĂĽcken zu schlieĂźen und Kompatibilität zu sichern. In der Praxis umfasst es Versionssprung-Planung, Extension-Checks, Testsystem, Deployment und Monitoring.“ 

Warum das besser funktioniert:
  • klare Definition
  • konkreter Umfang
  • weniger Marketing, mehr Substanz

7. Interne Verlinkung: der unterschätzte KI-Hebel

Interne Links sind nicht „nur SEO“ – sie sind Kontextsignale.

Beispiel-Cluster rund um „TYPO3 Relaunch“:
  • TYPO3 Relaunch (Hub)
    • TYPO3 Update vs. Relaunch (Entscheidung)
    • Technisches SEO im Relaunch
    • Tracking/Consent im Relaunch (GA4, CMP)
    • Performance & Core Web Vitals
    • Multidomain/Mehrsprachigkeit

Damit erkennt Google:
  • welche Seiten zusammengehören
  • welche Seite „Master“ ist
  • wo eure Autorität liegt

8. Erfolg messen, obwohl Klicks sinken können (mit etracker & SISTRIX)

AI Overviews können die CTR drücken – ohne dass Ihr Business automatisch verliert. Entscheidend ist, ob Sichtbarkeit qualifizierte Nutzer und Conversions erzeugt (direkt oder indirekt).

Mess-Setup (praktisch): 
  • SISTRIX (SEO-Sichtbarkeit & Wettbewerb)
    • Sichtbarkeitsindex & Verzeichnisse/Hosts: Welche Bereiche gewinnen/verlieren ĂĽber 28/90 Tage?
    • Keyword-Sets nach Intent: getrennt auswerten nach informational vs. commercial (z. B. Ratgeber vs. Leistungsseiten).
    • SERP-Features im Blick: Wo tauchen Featured Snippets/AI-lastige SERPs auf (als Risiko fĂĽr CTR) und wo nicht?
    • Wettbewerbsvergleich: Sichtbarkeitsverschiebungen gegen Wettbewerber einordnen (Marktbewegung vs. eigenes Problem).
  • etracker (Wirkung, Qualität, Conversions)
    • Conversion Rate & Lead-Qualität: nicht nur Visits zählen, sondern Formular-Leads, Anrufe, Mail-Klicks, Downloads – inkl. Qualität/Weiterverarbeitung (z. B. ĂĽber Ziele/Conversion Events).
    • Customer Journeys / Kanalpfade: SEO wirkt oft als Anbahner. PrĂĽfen, wie häufig organischer Einstieg später zu Direct/Brand/Referral-Conversions fĂĽhrt (Assists).
    • Landingpage-Performance: Welche organischen Einstiegsseiten liefern Engagement und Conversions – auch wenn die Klickzahlen stagnieren?
  • Tracking-Basics (damit Zahlen vergleichbar bleiben)
    • Saubere Events: Formular (submit + Fehler), Telefon-Klick, Mail-Klick, Downloads, Terminbuchung – konsistent benannt.
    • Consent nachvollziehbar: Consent-Logik dokumentieren, Consent-Raten beobachten; sonst sind Vorher/Nachher-Vergleiche nach Anpassungen wertlos.

Kernpunkt: SEO-Reporting wird unternehmerischer – weg vom reinen „Rankingreport“, hin zum Wirkungsnachweis aus Sichtbarkeit (SISTRIX) + Ergebnis/Business-Impact (etracker).

9. Was gerade NICHT funktioniert (und warum)

  • Content-Masse ohne Substanz: viel Text, wenig Antwort → wird ĂĽberflogen, nicht zitiert
  • Schema-Spam: unpassende FAQ/HowTo-Markups → kann Vertrauen kosten
  • Anonyme Inhalte ohne Absender: fehlende Autoren/Expertise-Signale
  • „KI-Texte“ ohne Redaktion: generisch, austauschbar, nicht differenzierend

10. Quick Wins fĂĽr diese Woche (ohne Relaunch)

  1. Pro Kernseite eine Direktantwort oben ergänzen (2–3 Sätze). 
  2. H2/H3 als echte Fragen/Teilprobleme formulieren (nicht als Marketingslogans). 
  3. 1 Themencluster fixen: 5–8 interne Links setzen (Hub → Unterseiten + zurĂĽck). 
  4. Autorenbox + Aktualisierungsdatum bei erklärenden Inhalten ergänzen. 
  5. Structured Data prĂĽfen: Article/FAQ/HowTo nur dort, wo es inhaltlich wirklich passt.

Was das fĂĽr Ihre Website bedeutet

 Im KI-Zeitalter gewinnt nicht die Website mit den meisten Texten, sondern die mit den klarsten Antworten, der besten Struktur und sichtbarer Expertise.

 ADVA verbindet dafĂĽr Technik und Inhalt: TYPO3-Architektur, SEO/GEO, Tracking und Content-Optimierung so, dass Google Ihre Seiten nicht nur indexiert – sondern als Quelle versteht.

Wenn Sie das konkret prĂĽfen wollen
ADVA bietet einen kompakten AI-Visibility-Check für 5 Kernseiten (Struktur, EEAT, interne Linklogik, Messbarkeit) inkl. priorisierter Todos und Aufwandsschätzung. → adva.de

Gastbeitrag

Dieser Artikel ist ist ein Gastbeitrag und wurde von Marc Landermann verfasst. Er ist Projektleiter bei ADVA Communication GmbH in Mannheim.