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Vom Kontoauszug zum Zahlungsstatus: Die Bankanbindung in ZEIT.IO

Robert Reiz Robert Reiz | September 07, 2026 | 05:35 UTC
Kontostände aller Banken auf einem Schirm, Umsätze stündlich aktuell und ein Zahlungsabgleich, der offene Posten automatisch schließt — ohne CSV-Import und ohne dass ZEIT.IO Ihre Bankzugangsdaten kennt.

Die Frage „Ist die Rechnung 2026-0142 eigentlich bezahlt?" ist in den meisten Unternehmen eine Reise: Online-Banking öffnen, Zeitraum einstellen, nach dem Betrag suchen, im Verwendungszweck nach der Rechnungsnummer schauen, zurück ins ERP wechseln, Häkchen setzen. Bei 40 offenen Posten im Monat ist das ein halber Arbeitstag — und zwischen den Abgleichen ist der Zahlungsstatus im System immer ein Stück veraltet. Mit der Folge, dass Mahnungen an Kunden gehen, die längst überwiesen haben.

ZEIT.IO ist jetzt direkt mit Ihren Bankkonten verbunden. Salden und Umsätze kommen stündlich automatisch ins System, und ZEIT.IO verknüpft die Zahlungen selbstständig mit den passenden Belegen — Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen und Gutschriften. Der offene Posten schließt sich dadurch von allein.

Bankintegration bei ZEIT.IO


Was Sie davon haben

Vorher Mit der Bankanbindung
Liquidität Ein Login pro Bank Alle Konten und Salden auf einer Seite, inkl. Gesamtsumme
Zahlungsstatus Manuell gepflegt, immer etwas veraltet Aktualisiert sich stündlich von selbst
Offene Posten Excel-Abgleich zum Monatsende Laufende Liste der noch nicht zugeordneten Zahlungen
Mahnwesen Risiko, bereits bezahlte Rechnungen anzumahnen Bezahlte Rechnungen sind als bezahlt erkannt
Nachvollziehbarkeit „Wer hat den Status geändert?" Jede Statusänderung steht im Auditlog

Wo Sie die Bankanbindung finden

Die Bankanbindung ist eine Funktion für Organisationen. In einem privaten Freelancer-Account steht sie nicht zur Verfügung — wechseln Sie also zunächst in die Ansicht Ihrer Organisation.

Dort finden Sie den Bereich im Hauptmenü unter Buchhaltung → Bankverbindungen, direkt neben Ausgangs- und Eingangsrechnungen. Zwei Voraussetzungen gibt es: In den Einstellungen der Organisation muss das Modul Rechnungen aktiv sein, und Ihr Konto braucht das Recht „Banking lesen" — sonst wird der Menüpunkt nicht angezeigt. Mehr zu den Rechten weiter unten.


Konto verbinden: einmal, in unter einer Minute

Über Bankkonto hinzufügen geben Sie den Namen Ihrer Bank ein. Angebunden sind über 3.000 Banken aus der gesamten EU — von den großen Filial- und Direktbanken über Sparkassen und Volksbanken bis zu Landesbanken und Neobanken. Auch Konten bei ausländischen EU-Banken lassen sich also einbinden, was für Unternehmen mit Tochtergesellschaften oder Fremdwährungskonten im europäischen Ausland relevant ist. ZEIT.IO leitet Sie anschließend direkt auf die Anmeldeseite Ihrer Bank weiter. Dort melden Sie sich wie gewohnt an — mit Ihren Zugangsdaten und Ihrem gewohnten TAN-Verfahren — und erteilen die Zustimmung zum Kontozugriff. Danach landen Sie wieder in ZEIT.IO.

Ihre Bankzugangsdaten sehen wir dabei nie. Die Anmeldung findet ausschließlich bei Ihrer Bank statt, über die PSD2-Schnittstelle. ZEIT.IO erhält von der Bank lediglich ein zeitlich begrenztes Zugriffstoken. Auch dieses liegt nicht im Klartext: Zugriffstoken und technische Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert, das Token läuft nach zwei Stunden ab und wird bei Bedarf neu geholt.

Direkt nach der Bestätigung startet ZEIT.IO den ersten Abruf und wenige Minuten später einen Abgleich über die letzten drei Monate. Sie kommen also nicht auf eine leere Seite zurück, sondern auf einen bereits gefüllten und weitgehend zugeordneten Kontoauszug.

Sie können mehrere Banken und beliebig viele Konten verbinden — Geschäftskonto, Rücklagenkonto, Fremdwährungskonto. Jedes Konto wird mit Bezeichnung, Kategorie, IBAN, Saldo, Währung und dem Zeitpunkt der letzten Aktualisierung geführt, darunter steht die Summe über alle Konten.


Nur lesen. Niemals zahlen.

Ein Punkt, der in der Geschäftsführung regelmäßig als Erstes kommt, deshalb gleich vorweg: Die Bankanbindung ist ausschließlich lesend. ZEIT.IO ruft Kontostände und Umsätze ab. ZEIT.IO kann keine Überweisung auslösen, keinen Dauerauftrag anlegen und keine Lastschrift einziehen. Diese Möglichkeit existiert im System schlicht nicht.

Zahlungen laufen in ZEIT.IO weiterhin über den SEPA-Export: Sie erzeugen eine Zahlungsdatei, laden diese in Ihrem Banking-Portal hoch und geben sie dort frei. Die Freigabe bleibt damit dort, wo sie hingehört — bei Ihnen und Ihrer Bank. Die Bankanbindung schließt lediglich den Kreis: Was Sie über den SEPA-Export bezahlt haben, taucht kurz darauf als Umsatz wieder auf und ordnet sich der Eingangsrechnung von selbst zu.


Der automatische Abgleich

Einmal pro Stunde prüft ZEIT.IO alle offenen Belege gegen alle noch nicht zugeordneten Umsätze. Die Logik ist bewusst konservativ:

Der eindeutige Treffer. ZEIT.IO sucht eine Buchung, deren Betrag auf den Cent dem Bruttobetrag des Belegs entspricht und in deren Verwendungszweck die Belegnummer steht. Nur wenn es genau eine solche Buchung gibt, wird verknüpft. Gibt es keine oder mehrere — etwa zwei Rechnungen über denselben Betrag — passiert nichts, und der Fall bleibt für einen Menschen liegen. Ein falsch zugeordneter Zahlungseingang ist teurer als ein manueller Klick.

Die Sammelüberweisung. Zahlt ein Kunde mehrere offene Rechnungen mit einer Überweisung, greift die Einzelprüfung nicht. ZEIT.IO prüft deshalb zusätzlich: Gibt es beim selben Kunden mehrere offene Rechnungen, deren Summe einer Buchung entspricht, und stehen alle dazugehörigen Rechnungsnummern im Verwendungszweck? Dann wird die eine Buchung mit allen betroffenen Rechnungen verknüpft.

Beide Richtungen. Der Abgleich funktioniert für alle vier Belegarten:

Beleg Erwartete Buchung
Ausgangsrechnung Zahlungseingang über den Bruttobetrag
Eingangsrechnung Zahlungsausgang über den Bruttobetrag
Gutschrift an Freelancer Zahlungsausgang über den Bruttobetrag
Erhaltene Gutschrift Zahlungseingang über den Bruttobetrag

Bei Eingangsrechnungen gibt es zusätzlich einen zweiten Anlauf: Manche Banken schreiben die Referenz nicht in den Verwendungszweck, sondern in das Feld des Auftraggebers. Auch dort sucht ZEIT.IO.

Sämtliche Beträge werden intern in Cent als Ganzzahl verglichen. Rundungsdifferenzen aus Fließkommarechnung, der Klassiker bei selbstgebauten Abgleichen, kann es hier nicht geben.


Was beim Verknüpfen im Hintergrund passiert

Eine Verknüpfung ist mehr als ein Häkchen. ZEIT.IO legt zur Buchung eine Zahlung am Beleg an — mit dem Buchungsdatum als Zahlungsdatum — und rechnet daraufhin den Zahlungsstatus des Belegs neu aus. Aus „offen" wird „bezahlt", bei Teilzahlungen bleibt der Beleg entsprechend offen.

Jede dieser Statusänderungen wird im Auditlog des Belegs protokolliert, im Klartext und mit Zeitstempel. Beim Lösen einer Verknüpfung geschieht dasselbe rückwärts: Die Zahlung wird entfernt, der Status neu berechnet, der Vorgang protokolliert. Für die Prüfung — intern wie extern — ist damit jederzeit belegbar, warum eine Rechnung im System als bezahlt geführt wird und wann das passiert ist.


Und der Rest? Die Arbeitsliste

Automatik löst nie 100 %. Bankgebühren, Gehälter, Steuervorauszahlungen, Umbuchungen zwischen eigenen Konten, die Zahlung eines Kunden mit krummem Skontoabzug — für all das gibt es keinen Beleg im System oder keinen eindeutigen Treffer. Genau deshalb hat jede Buchung zwei getrennte Zustände:

  • Verknüpft — der Buchung hängt mindestens ein Beleg an.
  • Erledigt — die Buchung ist fertig bearbeitet.

„Erledigt" setzt ZEIT.IO automatisch, sobald die Summe der verknüpften Belege den Buchungsbetrag exakt trifft. Alles andere markieren Sie selbst als erledigt — auch mehrere Buchungen gleichzeitig über die Auswahlspalte. Bankgebühren sind so mit zwei Klicks vom Tisch.

Der Filter „Nicht erledigt" ist damit die eigentliche Arbeitsliste für die Buchhaltung: alles, was noch jemand anschauen muss, und nichts sonst. Das Ziel des Monatsabschlusses ist eine leere Liste.

Weiter filtern lässt sich nach Buchungsmonat, Quartal oder Jahr, nach Bank, nach Auftraggeber bzw. Empfänger, nach Verwendungszweck sowie nach Richtung (Eingang/Ausgang) und Verknüpfungsstatus. Über der Tabelle stehen jederzeit Anzahl und Summe der gefilterten Buchungen — praktisch, um etwa alle Eingänge eines Kunden im Quartal zu summieren.


Manuell zuordnen: die Büroklammer

Für alles, was die Automatik nicht eindeutig lösen kann, klicken Sie in der Buchungszeile auf die Büroklammer. Es öffnet sich ein Dialog mit vier Reitern — Ausgangsrechnungen, Eingangsrechnungen, Gutschriften, erhaltene Gutschriften. Je Reiter sehen Sie oben die bereits verknüpften Belege und darunter eine durchsuchbare Liste der Kandidaten: nach Belegnummer, nach Empfänger, nach Zahlungsstatus.

Sie können mehrere Belege an eine Buchung hängen — der Fall Sammelüberweisung — und eine Verknüpfung jederzeit wieder lösen. Zahlung, Status und Auditlog-Eintrag ziehen dabei automatisch nach.


Rechteverwaltung

Der Bankbereich hat zwei eigene Berechtigungen, unabhängig von allen anderen Rechten in ZEIT.IO:

  • Banking lesen — Konten, Salden und Umsätze sehen.
  • Banking schreiben — Bankkonten verbinden, Belege zuordnen, Buchungen als erledigt markieren.

Das erlaubt die übliche Aufgabenteilung: Der Steuerberater oder die externe Buchhaltung bekommt Lesezugriff, die Zuordnung bleibt intern. Wer keines der beiden Rechte hat, sieht den Bereich nicht.


Aktualität

Der automatische Abruf läuft stündlich für alle verbundenen Organisationen. Wenn Sie nicht warten möchten — etwa, weil eine wichtige Zahlung erwartet wird — stoßen Sie über das Aktualisieren-Symbol beim Konto einen sofortigen Abruf direkt bei der Bank an.

Bereits importierte Buchungen werden dabei nie doppelt angelegt: Jede Buchung trägt die eindeutige Kennung der Bank, und ein Datenbankindex stellt sicher, dass sie pro Organisation genau einmal existiert. Sie können also so oft aktualisieren, wie Sie möchten.

Eine Eigenheit von PSD2, die Sie kennen sollten: Ihre Zustimmung zum Kontozugriff ist zeitlich befristet und muss regelmäßig erneuert werden. Das ist gesetzlich so vorgesehen und gilt für jede Banking-Software. Die Erneuerung läuft über denselben kurzen Weg wie das erste Verbinden — Weiterleitung zur Bank, Anmeldung, Bestätigung.


Wie es sich im Monatsabschluss anfühlt

Der erste Tag im neuen Monat sah bisher so aus: Kontoauszüge herunterladen, offene-Posten-Liste danebenlegen, Zeile für Zeile abgleichen, Zahlungen im System eintragen, Mahnlauf vorbereiten und dabei hoffen, niemanden zu erwischen, der schon bezahlt hat.

Mit der Bankanbindung ist der Abgleich bereits passiert — stündlich, im Hintergrund, den ganzen Monat über. Was bleibt, ist der Filter „Nicht erledigt": in der Regel eine überschaubare Liste aus Gebühren, Gehältern und ein paar Sonderfällen. Die arbeiten Sie durch, bis die Liste leer ist. Danach ist die offene-Posten-Liste belastbar, und der Mahnlauf trifft nur noch die, die tatsächlich nicht gezahlt haben.

Die Bankanbindung finden Sie in Ihrer Organisation im Menü unter Buchhaltung → Bankverbindungen. Wenn Sie Fragen zur Einrichtung haben oder Ihre Bank nicht finden, melden Sie sich einfach bei uns.